Mit einem guten Gefühl trat das Team GetSpeed Performance nach dem Saisonauftakt der GT World Challenge Europe im italienischen Imola die Heimreise an. Maximilian Buhk, Alessio Lorandi und Fabian Schiller haben in dem hart umkämpften GT3-Championat ihre Performance unter Beweis gestellt und die Mannschaft rund um Teamchef Adam Osieka hat unterstrichen, dass sie der neuen Herausforderung gewachsen ist. Das Ergebnis hingegen – Platz 39 von 46 Fahrzeugen – spiegelte am Ende nicht die Leistung wider. Schiller wurde auf Position sechs liegend 52 Minuten vor Rennende von einem Konkurrenten abgeschossen.

„Unser Fazit nach dem ersten Rennwochenende in der GT World Challenge fällt positiv aus“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Wir haben in der stärksten GT3-Meisterschaft Neuland betreten und mit guten Leistungen auf uns aufmerksam gemacht. Dass am Ende kein zählbares Ergebnis zu Buche steht, ist sehr ärgerlich aber damit können wir leben. Schließlich wurde Fabian Schiller auf Position sechs liegend unverschuldet ins Aus befördert. Das gehört leider im Motorsport dazu.“

Zum ersten Mal startete die GT World Challenge auf dem Traditionskurs im italienischen Imola. Dementsprechend verfügte kein Team über entsprechende Erfahrungswerte – gleiche Voraussetzungen für alle. Im Pre Qualifying zeigte sich mit Platz sechs, dass bei GetSpeed die gewissenhafte Arbeit aus den Test- und Trainigssitzungen schnell Früchte trug. Nach dem komplexen Qualifying, in dem die Rundenzeiten aller drei Fahrer zusammengerechnet werden, belegte das Team mit nur 0,567 Sekunden Rückstand auf die Spitze einen ordentlichen 21 Startplatz.

Der erfahrene Maximilian Buhk übernahm den ersten Stint und kämpfte sich im dichten Gedränge der Startphase bis auf 19 nach vorne. Rookie Alessio Lorandi übernahm den Mittelstint, blieb in seinem ersten GT3-Rennen fehlerfrei und übergab das Steuer für den Schlussstint auf Position 15 liegend an Fabian Schiller. Der zweite Boxenstopp war eine Meisterleistung in Sachen Timing und Abläufe. Auf Position sechs kehrte der Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed ins Rennen zurück. 52 Minuten vor Ende fand sich Schiller dann unverschuldet im Kiesbett wieder und das Rennen war gelaufen. Ein Verfolger hatte sich verbremst und den 23-Jährigen von der Strecke geschoben.

„Wir blicken jetzt nach vorne“, sagt Osieka. „Am 5. und 6. September findet auf dem Nürburgring der nächste Lauf im Endurance Cup statt. Wir wissen, dass wir in der Lage sind, um die vorderen Plätze mitzukämpfen. Und das wollen wir bei unserem Heimrennen natürlich auch tun.“

Stimmen der Fahrer nach dem Rennen

Maximilian Buhk: „Einfach abhaken. Schade, denn ein fünfter oder sechster Platz wäre ein tolles Ergebnis gewesen. Im Training habe ich mich zunächst etwas schwergetan. Erst hatte ich keine perfekte Pace im Auto, dann ist bei mir das Qualifying danebengegangen. Im Rennen waren wir so schnell wie alle anderen und kamen gut nach vorne, weil wir auf der Strecke und bei den Boxenstopps keine Fehler gemacht haben. Genau das war unser Ziel, von daher können wir mit unserer Leistung insgesamt zufrieden sein. Und wir haben als neues Team in der GT World Challenge sehr viel gelernt, was die gesamte Herangehensweise in dieser Meisterschaft angeht. Wenn wir alles sauber analysieren und umsetzen, wird auch in diesem extrem ausgeglichenen Teilnehmerfeld mit uns zu rechnen sein.“

Alessio Lorandi: „Ich bin mit der Leistung des gesamten Teams wirklich glücklich. Alle haben einen perfekten Job gemacht und niemand hat sich einen Fehler geleistet. Vor allem im Rennen hatten wir eine sehr gute Pace und konnten uns Schritt für Schritt nach vorne arbeiten. Das ist in Imola sehr mühsam, weil die Strecke extrem eng ist. Mein erster Stint über eine Stunde in einem GT3-Fahrzeug war überwältigend. Die Boxenstopps, die Hitze im Fahrzeug – das habe ich in der Form noch nicht erlebt. Ich habe mich mit den Fahrern vor mir duelliert und musste immer auch ein Auge nach hinten haben, weil auch die extrem Druck gemacht haben. Das Wichtigste war, keinen Fehler zu machen. Und das ist mir gut gelungen.“

Fabian Schiller: „Abgesehen vom Rennergebnis hatten wir einen wirklich guten Einstand in die Serie. Wir haben gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist – auch außerhalb der Nürburgring Nordschleife. Wo wir noch Luft nach oben haben, ist die One-Lap-Performance im Qualifying. Im Rennen lief es dafür umso besser. Bei beiden Boxenstopps konnten wir Plätze gut machen. In meinem Stint war das Ziel, zu Beginn die Reifen zu schonen. Wir hätten also am Schluss noch einmal angreifen können. Dazu kam es dann ja leider nach dem Unfall nicht mehr. Das größte Kompliment geht an unsere Mechaniker.“

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