Chaos im ersten Rennen des GT World Challenge Europe Sprint Cup in Barcelona – Tresor Attempto Racing gewinnt das erste Rennen auf dem Kurs, Lionspeed GP ist rechnerisch der Titelgewinn nicht mehr zu nehmen, allerdings kann das RACB Berufungsgericht den Meisterschaftsausgang bei ihrer Entscheidung nochmals ändern.
Vom 14. Startplatz zum Sieg! Dylan Pereira und Alex Aka gewinnen das einstündige Rennen des Sprint Cup und feiern im Tresor Attempto Racing Audi ihren ersten Gesamtsieg in der hochkarätigen GT-Serie.
Rang zwei sichern sich Bastian Buus und Ricardo Feller im Lionspeed GP Porsche 911 GT3 R, womit die beiden Piloten vorzeitig den Titel im GT World Challenge Europe Sprint Cup eingefahren haben. Rechnerisch ist den beiden Porsche-Vertragsfahrern nicht mehr zu nehmen, allerdings kann das RACB Berufungsgericht aufgrund der Berufung von WINWARD Racing gegen die Disqualifikation in Misano noch den Meisterschaftsausgang ändern.
Rang drei sicherten sich Luca Engstler und Patric Niederhauser im Rutronik Racing Lamborghini Temerario GT3, womit das Team aus Remchingen
Während der Startaufstellung setzte starker Regen am Circuit de Barcelona-Catalunya ein, welcher die Strecke in eine Rutschbahn verwandelte. Aus diesem Grund ordnete Rennleiter Niels Wittich zwei Einführungsrunden an.
In der dritten Runde kollidierten Kiern Jewiss und Dennis Marschall im Kampf um die Spitze, beide konnten weiterfahren, allerdings löste sich die Heckstoßstange am 2Seas Motorsport Mercedes-AMG GT3.
Nach 15 Minuten wurde das Safety Car auf den Kurs gerufen. Der Meisterschaftsdritte Thomas Neubauer drehte sich am herausbeschleunigen von Kurve 10 und wurde darauf von Ariel Levi im Tresor Attempto Racing Audi getroffen. Dani Juncadella muste beim Ausweichen ebenfalls durch die Wiese.
Während des Boxenstoppfensters kam es in der Boxengasse zu einem Unfall, als Konsta Lappalainen im Emil Frey Racing Ferrari von Dorian Boccolacci im Boutsen VDS Ferrari getroffen wurde. Der Ferrari wurde umgedreht und schied mit Aufhängungsbruch aus. Kurz vor Rennende erhielt Boccolacci eine Stop&Go-Strafe für den Zwischenfall.
Tabellenführer Ricardo Feller rutschte unter den katastrophalen Bedingungen nach dem Boxenstopp neben die Strecke und verlor weitere Zeit, nachdem Startfahrer Bastian Buus bereits im Startstint viel Zeit verlor.
Nach 31 Minuten flog Loris Cabirou im Dinamic GT Porsche in Kurve drei ab und blieb im Kiesbett stecken. Rennleiter Niels Wittich entschied sich dafür das Rennen mit der Roten Flagge zu unterbrechen. Während der Roten Flagge durften die Teams, die noch nicht in der Box waren, ihren Fahrer- und Reifenwechsel ohne Zeitverlust durchführen. Eine Entscheidung der Rennleitung, die für viele Fragezeichen im gesamten Fahrerlager sorgte, da dies die Pro-Fahrzeuge massiv benachteiligte.
Rund zehn Minuten vor Rennenende wurde das Rennen erneut neutralisiert, nachdem Maxime Robin im Walkenhorst Motorsport Aston Martin von der Strecke rutschte und leicht in die Barriere einschlug.
Drei Minuten vor Rennende flog Chris Lulham im Mercedes-AMG Team Verstappen Racing Mercedes-AMG GT3 ab, konnte aber das Rennen fortsetzen. Damit fiel das Fahrzeug aus den Punkten heraus, womit sie ihre rechnerische Meisterschaftschance verloren.
Ergebnis (Top 10):
1. Dylan Pereira/Alex Aka – Tresor Attempto Racing – Audi R8 LMS GT3
2. Bastian Buus/Ricardo Feller – Lionspeed GP – Porsche 911 GT3 R
3. Patric Niederhauser/Luca Engstler – Rutronik Racing – Lamborghini Temerario GT
4. Joseph Loake/Dean MacDonald – Garage 59 – McLaren 720S GT3
5. Eddie Cheever/Joseph Loake – Ziggo Sport Tempesta Racing – Porsche 911 GT3 R
6. Sven Müller/Dorian Boccolacci – Boutsen VDS – Porsche 911 GT3 R
7. Lucas Auer/Maro Engel – WINWARD Racing – Mercedes-AMG GT3
8. Jop Rappange/David Pittard – KPX Racing – BMW M4 GT3
9. Dennis Marschall/Constantin Dressler – Kessel Racing – Ferrari 296 GT3
10. Charles Weerts/Kelvin van der Linde – WRT – BMW M4 GT3
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