Rutronik Racing zeigte nach einem unverschuldeten Reifenschaden eine starke Aufholjagd beim GT World Challenge Europe powered by AWS Endurance Cup auf dem Nürburgring.

Mit dem GT World Challenge Europe powered by AWS Endurance Cup meldete sich auf dem Nürburgring die weltgrößte GT-Serie aus der Sommerpause zurück. 55 GT3-Boliden sorgten vor 28.000 Zuschauern – darunter zahlreichen Gästen von Rutronik Racing – für ein wahres GT-Spektakel. Rutronik Racing aus Remchingen setzte zwei Fahrzeuge ein, einen Lamborghini Temerario GT3 und einen Porsche 911 GT3 R Evo.

Nach einem schwierigen Qualifying startete der Lamborghini Temerario GT3 der drei Lamborghini-Werksfahrer Luca Engstler, Marco Mapelli und Patric Niederhauser vom 33. Startrang in das dreistündige Rennen. In der Startphase konnte der Allgäuer Luca Engstler einige Positionen gutmachen, erlitt allerdings nach 22 Minuten einen Reifenschaden und musste in langsamer Fahrt die Box ansteuern. Durch den Reifenwechsel fiel das Fahrzeug ans Ende des Feldes zurück.

Engstler, Mapelli und Schlussfahrer Niederhauser starteten daraufhin eine spektakuläre Aufholjagd, die dabei allerdings auch etwas von mehreren Neutralisierungen in der zweiten Rennstunde begünstigt wurde. Mit spektakulären Überholmanövern kämpften sich die Lamborghini-Werksfahrer auf den 19. Platz in der Gesamtwertung vor.

Der Renntag von Antares Au, Riccardo Pera und Porsche-Vertragsfahrer Sven Müller endete vorzeitig. Pera wurde im zweiten Renndrittel von einem Mercedes-AMG auf einer Geraden umgedreht und traf daraufhin heftig einen Ferrari. Ein bitterer Ausgang für die Crew der #97, da das Fahrzeug auf dem Weg zu einem soliden Punkteergebnis war. Pera überstand den heftigen Zwischenfall ohne größere Verletzungen.

Das Saisonfinale des GT World Challenge Europe powered by AWS Endurance Cup findet am 16. und 17. Oktober in Portimao statt. Bereits in drei Wochen finden die Sprint Cup-Rennen im niederländischen Zandvoort statt.

Klaus Graf, Teamchef Rutronik Racing: „Schade, dass wir beim Heimrennen so ein schwieriges Rennwochenende erwischt haben, aber so ist es leider manchmal. Bei der #96 haben wir im Rennen mit dem Reifenschaden die Chance auf Punkte verloren. Am Ende konnten wir uns auf Platz 19 zurückkämpfen, unsere Fahrer und wir als Team haben einen super Job gemacht. Im Rennen hatten wir auch eine gute Pace, zudem konnten wir viele wichtige Erkenntnisse sammeln. Auf dem Nürburgring konnten wir vor dem Wochenende nicht testen, womit das Wochenende für uns etwas Neuland war. Natürlich hat uns der Reifenschaden schwer zurückgeworfen, weil sonst hätten wir in die Punkte fahren können, denke ich. Der Schaden ist durch Debris plötzlich entstanden, da wir ein Teil aufgesammelt hatten, das kann man leider nicht ändern. Wir machen weiterhin viele Fortschritte, um vorne mitzumischen.
Unsere Startnummer #97 war auf einem guten Weg für eine aussichtsreiche Platzierung, ein Podiumsergebnis wäre wohl schwierig geworden, obwohl sich am Ende nochmal vieles geändert hat durch verschiedene Strategien. Leider wurde Riccardo absolut unverschuldet abgeräumt von einem Mercedes, was uns leider aus dem Rennen gerissen hat. Wir sind froh, dass Riccardo nicht mehr passiert ist, da es ein kräftiger Abflug war.
Vielen Dank an die zahlreichen Gäste von Rutronik Racing, die uns bei unserem Heimspiel auf dem Nürburgring tatkräftig unterstützt haben.“

Patric Niederhauser, Lamborghini Temerario GT3 #96: „Es war grundsätzlich ein schwieriges Wochenende für uns. Wir sind mit dem Podium in Magny-Cours zum Nürburgring angereist und haben uns einiges vom Rennen erhofft. Da wir uns stetig verbessert hatten, haben wir nicht mit den Schwierigkeiten gerechnet, die wir dieses Wochenenden hatten. Nichtsdestotrotz haben wir als Team einen super Job gemacht. Luca hatte im Rennen einen super Start gehabt, dann aber leider einen Reifenschaden erlitten, womit wir bis ans Ende des Feldes zurückgeworfen wurden. Das Team hat trotzdem nicht aufgegeben, wir haben tapfer gekämpft und haben danach ein super Rennen gehabt. Wir sind super nach vorne gekommen. Platz 19 ist leider kein zählbares Resultat, trotzdem können wir auf unsere Leistung im Rennen stolz sein. Wir machen stetig Fortschritte und haben auch im Vergleich zum zweiten Lamborghini gut abgeschnitten. Zudem bin ich stolz auf unser Team, da wir nie aufgeben und jetzt hoffe ich, dass wir in Zandvoort wieder etwas mehr Performance haben werden, und ich freue mich auf die Rennen in den Dünen!“

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