Die Reisebeschränkungen und die Corona-Pandemie machen ein Comeback für den zweifachen DTM-Champion unmöglich. Stattdessen wird AMG-Fahrer Maximilian Buhk, der mit dem Mercedes-AMG GT3 #18, welcher mit dem digitalen Lenksystem Space Drive ausgerüstet ist und ganz ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkeinheit und Lenkgetriebe auskommt, die verbleibenden Rennen der DTM-Saison bestreiten. Bereits in den ersten drei Rennen hatte er Paffett vertreten und war dabei mehrmals in die Top-10 des starken DTM-Teilnehmerfelds vorgestoßen.

Nach wie vor ist Großbritannien „rot“ eingestuftes Corona-Risikoland. Auch die Tatsache, dass das Land nicht mehr zur EU gehört, macht das Reisen zu den Wettkampfstätten nicht leichter, es gibt für das Team nach derzeitigem Stand keine Planungssicherheit. Langwierige Quarantäne-Regelungen sind aber aus verschiedenen Gründen für Gary Paffett nicht realisierbar. Das Team bedauert diesen Sachverhalt, zumal die Saisonvorbereitungen im April/ Mai mit Gary Paffett sehr gut liefen.
 
Ursprünglich war geplant, dass der Champion spätestens am Nürburgring wieder ins Space Drive Cockpit des Mercedes-AMG GT3 zurückkehrt. Durch Verpflichtungen im Rahmen des Formel-E-Engagements von Mercedes und Überschneidungen mit den ersten DTM-Rennwochenenden war ein Start vor Zolder nicht möglich, auch da machten die Corona-Bestimmungen Belgiens eine Teilnahme ohne eine längere Quarantäne unmöglich.
 
Der Mercedes-AMG GT3 #18 ist einer von drei Technologieträgern, der in der DTM mit dem Steer-by-Wire-System Space Drive ausgestattet ist. Das innovative Lenksystem kommt ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkeinheit und Lenkgetriebe aus und ist aus der Behindertenmobilität entstanden. Mittlerweile stellt es eine Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren dar und wird aktuell zur Serienreife weiterentwickelt.
 
Gary Paffett, zweimaliger DTM-Champion: „Die Situation ist sehr frustrierend. Ich bin sehr enttäuscht, dass ich in dieser Saison nicht an der DTM teilnehmen kann. Es tut mir vor allem für das Team und meine Fans leid, die sich wohl sehr darauf gefreut haben ein geneinsames Wiedersehen in der DTM zu feiern. Ich bin sehr froh Teil des Schaeffler Paravan Projektes zu sein. Die Tests mit dem Space Drive System waren sehr überzeugend. Ich werde weiterhin als Markenbotschafter für Schaeffler Paravan tätig sein, um bei der Entwicklung des Space Drive Systems und anderer zukünftiger Projekte unterstützen zu können. Die Technologie hat mich sehr beeindruckt und ich bin begeistert, daran beteiligt zu sein.“
 
Peter Mücke, Team-Chef, Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport: „Wir bedauern diese Entscheidung treffen zu müssen, aber sie ist richtig und gibt für alle Beteiligten Planungssicherheit für die Saison. Dass Gary ein sehr guter Fahrer ist, steht völlig außer Frage. Aber die Probleme, die wir im Moment durch Corona haben, lassen sich nicht wegdiskutieren. Gary hat keine realistische Chance einfach her zu kommen, um zu testen. Da muss man schon fair sein, auch ihm gegenüber. Von daher ist es aktuell besser, dass Maxi weiterfährt. Er kennt das Auto, er kennt das System, er kennt das Team und von daher können wir in dieser Konstellation sicher am besten arbeiten.“
 
Maximilian Buhk, DTM-Space Drive Pilot bei Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport: „Ich freue mich weiter Teil des DTM-Space-Drive-Projektes zu sein und hoffe, dass wir uns weiter verbessern können. Mein Ziel ist es nicht nur in die Punkte zu fahren, sondern auch auf dem Podium zu stehen. Ganz klar muss dies das Ziel sein. Wir werden weiter alles daransetzen, das System unter den harten Bedingungen der DTM weiterzuentwickeln und wichtige Erkenntnisse gewinnen. Wir sind auf einem sehr guten Weg. Die DTM ist eine besondere GT3 Serie; das Format ist anders, man sitzt allein im Auto, die Boxenstopps erfolgen ohne die in anderen Serien übliche Mindestzeit, und das ganze Umfeld ist anders. Es macht sehr viel Spaß.“
 
Bereits in gut einer Woche geht es auf der Grand Prix Strecke auf dem Nürburgring mit dem vierten DTM-Lauf weiter, mit je einem Rennen am Samstag und am Sonntag. Das Rennwochenende startet am Freitag, 20. August, zwei Mal mit dem 45 minütigen Freien Training. Am Samstag, 21. August, wird im Qualifying gegen 10 Uhr um die erste Startaufstellung gefahren. Der Rennstart ist traditionell um 13:30 Uhr. Der Rennsonntag startet mit dem Qualifying um 10:10 Uhr für das zweite Rennen des Wochenendes, welches ebenfalls um 13:30 Uhr startet. SAT.1 überträgt die Rennen an beiden Tagen ab 13:00 Uhr live. Alle Trainingsläufe und Rennen sind auch im Livestream unter DTM Grid zu sehen. Die weiteren DTM-Termine: 3. bis 5. September Red Bull Ring (AT), 17. bis 19. September Assen (NL), 1. bis 3. Oktober Hockenheimring und mit dem Saisonfinale am Norisring vom 8. bis 10. Oktober.

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