Der frühere DTM-Pilot Maro Engel hat sich am Freitag mit einer beeindruckenden Bestzeit von 8:57,884 Minuten wie im Vorjahr die Pole Position für das 48. ADAC TOTAL 24h Rennen auf dem Nürburgring gesichert. Engel blieb im #4 HRT-Mercedes-AMG als einziger Fahrer im Top Qualifying 2 unter der Neun-Minuten-Marke und war auf der 25,738 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Strecke 4,930 Sekunden schneller als Luca Ludwig im #26 Octane-126-Ferrari, der die Strecke in 9:02,814 Minuten umrundete.

Mit seiner insgesamt dritten Pole Position nach 2016 und 2019 holte Engel auch die begehrte Glickenhaus-Trophy für den schnellsten Fahrer am Ring, die ihm 45 Minuten vor dem Start am Samstag übergeben wird. Um 15:30 Uhr führt er dann am Samstag das Feld von 97 Autos in den Eifel-Marathon. Das Rennen wird live und in voller Länge bei NITRO übertragen, Fans können das komplette Geschehen auch rund um die Uhr auf der Homepage www.24h-rennen.de mit Liveticker, Livetiming und Livestream verfolgen. Wer das Geschehen live vor Ort verfolgen will, kann auf den Tribünen dabei sein. Tickets gibt es auch kurzfristig noch über die Nürburgring-Homepage unter www.nuerburgring.de/24h.

„Ich bin happy. Es waren harte Bedingungen da draußen – mal trocken, mal nass. Da hat man einen ziemlich hohen Puls, um die richtige Reifenwahl zu treffen. Aber ich kann meinem Team nur sagen: Es waren genau die richtigen“, sagte Engel, der zuvor schon im erstmalig ausgetragenen Top Qualifying 1 die Bestzeit erzielte und sein Team damit überhaupt erst für den Kampf um die Pole Position qualifiziert hatte. „Das Team hat mich unterwegs nochmal angefunkt, dass der Ferrari richtig schnell ist und ich alles geben muss. Also habe ich Gas gegeben, im Tiergarten stehen lassen und gehofft, dass alles passt – und es passte“, meinte Engel.

In besagtem Ferrari hatte Luca Ludwig gesessen. „In der zweiten Runde hatte ich richtig Grip und konnte pushen. Es hat alles gepasst. Ich habe keine Fehler gemacht und bin eine saubere Runde gefahren“, sagte Ludwig, der auf Intermediate-Reifen unterwegs war und die zweite Ferrari-Pole am Ring nach 2001 knapp verpasste. Dagegen steht zum dritten Mal ein Mercedes-AMG auf dem ersten Startplatz – jedes Mal dank Engel. Raffaele Marciello im #9 Getspeed-Mercedes-AMG und Dani Juncadella im #22 10Q-Racing-Mercedes-AMG stellten zwei weitere Stuttgarter Autos in Reihe zwei. Insgesamt fuhren fünf Mercedes-AMG in die Top-10, außerdem vier BMW, angeführt von Nick Yelloly im #99 Rowe-BMW auf Platz fünf.

Vor der finalen Jagd auf die Pole Position und die Glickenhaus-Trophy hatte es erstmals ein Top Qualifying 1 gegeben. Dort kämpften insgesamt 17 Fahrzeuge um noch vier freie Plätze im zweiten Top Qualifying. Bei stark wechselnden Wetterbedingungen mit Platzregen und abtrocknender Strecke setzten sich neben Engel und Juncadella auch Dennis Olsen im #18 KCMG-Porsche und Frank Stippler im #5 Phoenix-Audi durch. Da Olsen im Top Qualifying 2 mit technischen Problemen schon in der Einführungsrunde ausrollte, war am Ende Alex Müller im #30 Frikadelli-Porsche das bestplatzierte Fahrzeug der Zuffenhausener. Bester Audi-Pilot wurde Mirko Bortolotti in der #3.

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