Auch in diesem Jahr wird IronForce Racing wieder im ADAC GT Masters starten. Das Team setzt einen der neuen Porsche 911 GT3 R ein, welcher von Lucas Luhr und Jan-Erik Slooten gesteuert werden wird. Die beiden Piloten sprachen gegenüber GT-Place über das neue Fahrzeug, die ersten Tests mit diesem und was die Ziele für das neue Rennjahr sind.

Im Jahr 2018 fuhr IronForce Racing erstmals im ADAC GT Masters. Das Team rund um Lucas Luhr und Jan-Erik Slooten etablierte sich schnell als Publikumsliebling der Serie. Gerade auf YouTube gab das Team interessierten Fans viele spannende Einblicke, aber auch vor Ort an der Rennstrecke organisierte die Mannschaft viele Aktionen für die Fans (z.B. das Viewingfenster in der Box oder Auftritte von DJs im Fahrerlager). Auch 2019 wird IronForce Racing am Start sein und mit Lucas Luhr und Jan-Erik Slooten im ADAC GT Masters starten. Einsetzen wird man den neuen Porsche 911 GT3 R (hier unsere Präsentation des neuen Autos).

„Der Unterschied fängt bereits beim Optischen an, das Auto sieht ganz anders aus als der Vorgänger. Es ist alles viel moderner geworden, die Elektronik, das Cockpit, es geht viel mehr in Richtung richtiges Rennauto. Vor allem die Aerodynamik und das Fahrwerk haben sich sehr verändert. Im vorderen Bereich sind bei diesem Auto Doppeldreiecksquerlenker verbaut, das war beim alten Auto noch nicht. Im Motorbereich wird die Luft jetzt bei den Turboeinlässen angezogen und nicht wir zuvor hinten am Motordeckel. Im Gegensatz zum vorherigen Modell sind es sehr viele Punkte, die sich geändert und verbessert haben, diese alle aufzuzählen, würde jetzt doch zu lange dauern“, so erklärt der ehemalige Porsche-Werksfahrer Lucas Luhr das Fahrzeug.

„Der größte Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Auto ist auf jeden Fall die Aerodynamik, hier sind wir einen guten Schritt weitergekommen. Diese ist mittlerweile ähnlich gut wie bei anderen Herstellern. Ebenso gibt es im Bremsvorgang einige Verbesserungen. Das Auto ist viel ruhiger und somit auch besser und genauer zu fahren, es ist alles gefühlt ein bisschen stabiler“, erklärt Jan-Erik Slooten in Bezug auf die ersten Testfahrten mit dem neuen Fahrzeug im Französischen Le Castellet.

Das Team hat dazu auch bereits zwei Videos veröffentlich, in denen man das neue Fahrzeug vorstellt und teilweise auch mit dem bisherigen 911 GT3 R vergleicht:

 

Nach den Zielen für die Saison 2019 befragt erzählt Jan-Erik Slooten, dass eines der Hauptziele weiterhin sein wird den Motorsport „anfassbar“ und interessant für die Fans zu machen: „Zu unseren Zielen gehört zum einen natürlich weiterhin den Motorsport „anfassbar“ und interessant für die Fans zu machen, damit dieser nicht ausstirbt so wie wir ihn kennen und lieben. Ich denke, das haben wir letztes Jahr schon ganz gut auf die Reihe bekommen und möchten hier auch weiter anknüpfen. Alles in allem ist hier an einigen Stellen noch Luft nach oben, aber wir sind da meiner Meinung nach auf einem guten Weg.“

Performancetechnisch hat das Team, laut Slooten, einen Schritt nach vorne gemacht, wenn man sich auf den ersten Test beruft. „Sportlich wollen wir auf jeden Fall eine bessere Leistung abliefern als letztes Jahr. Die Saison 2018 war einfach super schwierig für uns, es war vieles neu und somit gab es immer wieder neue „Baustellen“ an denen wir arbeiten mussten. Das wird dieses Jahr sicher etwas entspannter werden, was wir auch bei den ersten Testtagen bereits gesehen haben. Hier haben wir schon eine deutlich bessere Performance an den Tag gelegt.“

„Eines unserer Ziele ist natürlich was wir letztes Jahr gelernt haben umzusetzen. Die Saison 2018 war schon ein hartes Brot für uns. Letztendlich ist es für alle Beteiligten frustrierend, wenn man auf Platz „elend“ mitfährt. Man muss jedoch auch sagen, dass wir manchmal auch viel Pech hatten. Unsere Rennpace war eigentlich immer gut, leider war die Qualipace teilweise sehr bescheiden und da holt man dann nicht mehr allzu viel raus. Super wäre es sich dieses Jahr weiter vorne zu platzieren und auch ab und zu mal um die Punkte zu fahren“, so Lucas Luhr.

IronForce Racing Porsche 911 GT3 R
Foto: Daniel Matschull

Neben dem ADAC GT Masters, können die Fans in diesem Jahr IronForce Racing auch auf der Nordschleife sehen. Die Mannschaft aus Erkelenz wird das 24h-Rennen auf dem Nürburgring bestreiten. Als Vorbereitung auf den Klassiker in der Eifel wird das Team den 1. und den 2. VLN-Lauf bestreiten. Neben dem Stammpersonal Jan-Erik Slooten und Lucas Luhr fährt der Belgier Adrien de Leener die ersten beiden Läufe mit. Beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring ergänzt der Luxemburger Steve Jans zusätzlich das Trio.

Wie sich das Team in dieser Saison schlägt werden wir interessiert verfolgen und wir werden sie natürlich in unsere ausgiebige Berichterstattung des ADAC GT Masters, der VLN sowie dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring einbinden.

Am Ende der Saison 2018 unterhielten wir uns bereits mit Jan-Erik Slooten über das abgelaufene Rennjahr – hier könnt ihr das ganze nochmal nachlesen.

 

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